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Holzbau-Schmäh baut und sponsert Artenschutz-Turm

Projekt in Meersburg-Baitenhausen bietet zahlreichen Tierarten Unterschlupf


Als begeisterter Naturfreund interessiert sich Sebastian Schmäh für ökologische Themen aller Art, sowohl privat und in der eigenen Firma als auch weit darüber hinaus. Deshalb war es für Holzbau Schmäh selbstverständlich, den Artenschutz-Turm Meersburg zu unterstützen. Holzbau Schmäh setzte die Planung und die Konstruktion des „Leuchtturms für mehr Artenvielfalt“ im Rahmen eines Ausbildungsprojekts um und sponserte das Vorhaben mit 6500 Euro.


„Wir sehen uns stark im Naturschutz.“ So begründete Schmäh bei der offiziellen Einweihung des Turms das Engagement seines Unternehmens, das gerade seinen neuen Firmensitz am Rande von Meersburg fertigstellt. Auch dabei spielen Umweltschutz und Nachhaltigkeit tragende Rollen. So verwendete man für die klimaneutralen Gebäude weitgehend ökologische Baustoffe, die auch leicht rückbaubar sind, wie Schmäh betonte. Außerdem pflanzte die Firma auf dem Gelände, einem ehemaligen Maisacker, unter anderem 22 Hochstamm-Bäume an.


Auch in puncto Ausbildung investiert Holzbau Schmäh in die Umwelt. Die Azubis, die rund ein Drittel der Belegschaft ausmachen, „sollen bei uns auch etwas über Ökologie begreifen.“ Zum Beispiel, meinte Schmäh schmunzelnd, dass man einen Nistkasten für Schleiereulen nicht gegenüber einem Fledermauskasten anbringen sollte. Das wäre so, als ob man den Eulen einen gefüllten Kühlschrank frei Haus liefern würde.  


Der rund 6 Meter hohe und rund 20 Quadratmeter umfassende, ziegelgedeckte Holzturm steht in einem Biotop unterhalb der Baitenhauser Kapelle. Er ist eine Art Mehrparteienhaus, das bedrohten Tierarten Nistmöglichkeiten und Unterschlupf bietet. Der obere Teil hält Quartiere für Fledermäuse bereit. Im und am Mittelbau können Vögel brüten wie Mehlschwalben, Mauersegler, Hausrotschwänze, Meisen und Stare. Im unteren Bereich finden Amphibien und Reptilien Ruhe und Schutz, etwa vor Hitze und Frost. So zum Beispiel Bergmolche, Erdkröten, Zauneidechsen und Blindschleichen. Auch Igel können dort Unterschlupf finden. Ebenso ermöglicht der Turm vielen Insektenarten, zum Beispiel Wildbienen, die Ansiedlung. 


Der Turm ist ein Gemeinschaftsprojekt der örtlichen Naturschutzverbände, der Stadt Meersburg, dem Landwirt Siegfried Kienle und Holzbau Schmäh. Der Fachgutachter Luis Ramos erstellte das Artenschutzkonzept. Insgesamt kostete das Projekt rund 40.000 Euro, die Deutsche Postcode Lotterie steuerte 30.000 Euro bei. Die Stadt Meersburg spendete das verwendete Kiefernholz aus heimischem Wald.


Bei der offiziellen Eröffnung des Turms bedankte sich Bürgermeister Robert Scherer bei allen Beteiligten. Das Projekt beweise, wie man, wenn alle Beteiligten kooperierten, „etwas aufstellen kann, das nachhaltig ist.“ Scherer betonte: „Es geht nur miteinander.“ Landwirt Siegfried Kienle verpachtet den Grund, auf dem der Turm steht, für einen symbolischen Euro an die Stadt. Ursprünglich hatten die örtlichen Naturschutzverbände ein Trafohäuschen, das einst auf dem Gelände stand, in einen Naturschutzturm umwandeln wollen. Doch Landwirt Kienle hatte mit dem Betreiber EnBW vereinbart, die Trafostation zu entfernen, um die zuvor „extrem gefährliche Ausfahrt“ zu entschärfen. Kienle stellte aber gerne eine andere Stelle für den Turm zur Verfügung. „Wir Landwirte arbeiten mit der Natur und nicht dagegen“, betonte er.


Wilfried Steiger vom BUND-Ortsverband erklärte, fast die Hälfte aller Meersburger Biotope liege in unmittelbarer Nähe des Turms, der beispielgebend sein solle. Er meinte: „Die Leuchtturmfunktion ist uns wichtiger als dieser Turm selbst.“

Artenschutzgutachter Luis Ramos sagte: „Am Turm vermengen sich verschiedene Dinge: Artenschutz und Landwirtschaft.“ Er betonte: „Ohne die Landwirtschaft wäre die Rote Liste (der bedrohten Tierarten) noch viel länger.“ Als Beispiel nannte er Rauchschwalben, die in Ställen nisten. Ramos hob hervor: „Nicht nur der gesetzliche Artenschutz ist wichtig.“ So sei auch jede Privatperson gefragt, was sie mit ihrem Garten mache. Er appellierte an die Anwesenden: „Sie selbst haben auch die Möglichkeit, Angebote zu machen.“ Etwa Spaltenquartiere für Fledermäuse oder Nistkästen für Vögel.


Sebastian Schmäh erweiterte noch am gleichen Tag das vielfältige Angebot, das Holzbau Schmäh schon jetzt vielen Tieren macht, so etwa Singvögeln, Fledermäusen, Bienen und Bibern. Ramos hatte ihm Nistkästen für Spatzen mitgebracht, die die bereits zahlreichen tierisch guten Behausungen auf dem neuen Firmengelände weiter ergänzen werden.










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