Besondere Buntbarsche begrüßen Besuch
Holzbau Schmäh nimmt bedrohte Fischart in Obhut.
Im Empfangsbereich von Holzbau Schmäh erwarten Besucher:innen seit einigen Wochen ganz besondere Firmenzugehörige: In unserem Aquarium schwimmen seltene Mangarahara-Buntbarsche, die wir von der Stuttgarter Wilhelma in Obhut genommen haben. Denn diese Art, die ursprünglich aus dem nordwestlichen Madagaskar stammt, ist vom Aussterben bedroht. Doch sie soll bewahrt werden im Rahmen eines Erhaltungszuchtwerks, das in Kooperation mit der gemeinnützigen GmbH citizen conservation ins Leben gerufen wurde. Zoos und Forschungseinrichtungen arbeiten dabei mit engagierten Privathaltern zusammen. Durch die Streuung soll der Bestand wieder aufgebaut und das Risiko einer Auslöschung verringert werden.

Mangarahara-Buntbarsche werden ausgewachsen etwa 15 Zentimeter lang. Sie haben eine blaugraue bis silbergoldene Färbung mit verstreuten dunklen Flecken. Ihr natürliches Vorkommen beschränkt sich auf den Sofiafluss in Madagaskar und wenige Nebenflüsse. Aufgrund des Baus von Staudämmen trockneten die Heimatgewässer nach und nach aus. Man dachte schon, der Barsch sei ausgestorben. Doch dann entdeckte man 2013 in einem bisher unbekannten Vorkommen 18 Fische und nutzte sie sofort für Nachzuchten. Diese kamen in den Zoo von Toronto, und 2019 gelangten 30 Exemplare in den Kölner Zoo, wo dann die europäische Nachzucht startete. Die Zuchtgruppe aus der Wilhelma, von der die Barsche bei Holzbau Schmäh stammen, fand ihren Weg über London nach Stuttgart.
Mit der Wilhelma steht Holzbau Schmäh seit einigen Jahren in engem Kontakt. So baute die Firma vor kurzem für zwei Geparden-Kater einen hochmodernen Stall aus Fichte und Tanne – inklusive Fußbodenheizung.
Die Initialzündung kam über einen Betriebsausflug 2024, bei dem Holzbau Schmäh exklusive Einblicke in die denkmalgeschützten Gebäude der Wilhelma bekam. Bei dieser Gelegenheit übernahm unser tier- und naturbegeisterter Firmenchef Sebastian Schmäh auch gleich die Patenschaft für einen Kea, eine Papageienart aus Neuseeland. Auch von dem Buntbarschprojekt hörte er dort zum ersten Mal.
Vor kurzem übernahm Sebastian Schmäh des Weiteren die einjährige Patenschaft für einen Geparden. Und als er dafür in der Wilhelma einen Scheck über 3000 Euro überreichte, konnte er auch gleich seine 15 Buntbarsche aus dem Aquarium abholen und unterstützt mit einer weiteren Spende die Biotoperhaltung in Madagaskar. Sebastian Schmäh ist jetzt einer von 15 gelisteten Haltern und, wie die Wilhelma selbst, Mitglied bei citizen conservation. Weltweit gibt es derzeit rund 500 Mangarahara-Buntbarsche in Aquarien.
Die Jungfische, die momentan rund sechs Zentimeter groß und etwa ein Dreivierteljahr alt sind, bleiben vorerst bei Holzbau Schmäh. Später können eventuell Nachzuchten auch an andere Halter abgeben werden. Die Mangarahara-Buntbarsche teilen sich das Aquarium in Meersburg mit passenden Schwarmfischen – Madagaskar-Ährenfischen – gelbe Phantom-Welsen und Hexen-Welsen.










