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Sebastian Schmäh

„Ich wollte immer Verantwortung übernehmen“

Sebastian Schmäh führt seinen 150 jährigen Holzbau-Betrieb in die Zukunft

Gegründet wurde Holzbau Schmäh im Jahr 1872. Bereits in 6. Generation leitet Sebastian Schmäh das Unternehmen. Doch es war dem jüngeren von zwei Brüdern keinesfalls an der Wiege gesungen, dass er das mittlerweile 150 Jahre alte Unternehmen tatsächlich einmal übernehmen und es zu einer Firma mit aktuell 45 Mitarbeitenden ausbauen würde. Einer Firma, die weiter wachsen will und 2022 rund sechs Millionen Euro in den Bau eines neuen Standorts investieren wird.

Zu den Tragwerkselementen dieses Erfolgs zählt die gelungene und frühzeitige Übergabe eines soliden Zimmereibetriebs der Eltern an den Sohn. Doch auch die Knabenmusik Meersburg, ein Zimmergenosse auf der Berufsschule und ein Kirchturm prägten Schmähs Werdegang.

Unternehmer, Visionär, Teamplayer und Holzliebhaber

Vita von Sebastian Schmäh

VITA VON SEBASTIAN SCHMÄH

„Ich stand nicht mit zehn schon an der Werksbank“, erinnert er sich. Doch nach der Mittleren Reife entschied er sich für eine Zimmererlehre. „Das ist ja auch ein cooler Beruf, allein schon die Kluft!“ Ganz wichtig war sowohl ihm als auch seinen Eltern, dass er in einem anderen Betrieb lernte. Schmäh absolvierte seine Ausbildung dann bei der Firma Messmer in Überlingen. Später bildete Sebastian Schmäh wiederum den Sohn des jetzigen Inhabers aus. Auf der Berufsschule in Biberach teilte Schmäh sein Zimmer mit einem Abiturienten, der ihm, der zuvor in der Realschule eher mittelmäßig war, „gezeigt hat, wie man richtig lernt.“ Das kam Schmäh dann später auf der Meisterschule in Karlsruhe zugute: Die Meisterprüfung legte er 1999 als Bester ab. Im Anschluss absolvierte er die Restauratorenausbildung in Biberach.

Bester Meisterschüler 1999

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Nach der Gesellenprüfung 1994 hatte Schmäh zunächst bei Holzbau Hummel in Heiligenberg gearbeitet, wo er nicht nur mit dem Arbeitsbereich Restaurierung vertraut wurde, sondern bereits mit 19 Jahren auch Verantwortung übernahm und große Baustellen führte. Führungskompetenz hatte Schmäh davor schon an ganz anderer Stelle gelernt: bei der Knabenmusik Meersburg. Dort ernannte man den Tubaspieler im Alter von 16 Jahren zum Korpsführer, obwohl diese Aufgabe sonst eher Solisten übertragen wurde.  Zwei Jahre lang war Schmäh für Gleichaltrige verantwortlich und setzte dabei seine Fähigkeiten als Organisator und Moderator im In- und Ausland ein, sowohl wenn es etwa darum ging, ein Fußballturnier auf die Beine zu stellen als auch Verantwortung während internationaler Konzertreisen zu übernehmen. „Diese Zeit war für mich sehr prägend.“ 

In seiner Zeit bei Holzbau Hummel wuchs Schmähs Interesse an der Denkmalpflege. Doch er musste auch im Bereich Neubau weitere Arbeitserfahrung sammeln und wechselte deshalb zu einer Karlsruher Firma mit Schwerpunkt Holzhausbau. Dabei lernte er aber auch noch etwas anderes: „Dort habe ich gesehen, wie ein Familienbetrieb nicht läuft: Es waren zu viele Familienangehörige in der Firmenführung.“ 

Schon mit 19 Jahren Baustellenleiter

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Schmäh machte dann seinen Meister und stieg nach der Prüfung 1999 mit 24 Jahren in den heimischen Betrieb ein. Kurz darauf erlebte Schmäh eine herbe Enttäuschung, die sich letztlich aber als Ansporn erweisen sollte: 1999/2000 stand die Restaurierung des Meersburger Kirchturms an, an dem bereits Schmähs Vater und Großvater gearbeitet hatten. Aber dem jungen Meister traute man das nicht zu, der Auftrag wurde an eine andere Firma vergeben.  Doch kurz darauf bekam Schmäh die Gelegenheit, einen anderen Kirchturm instand zu setzen, St. Trudpert im Münstertal, und sich mit 25 Jahren bei seiner ersten großen Sanierung zu bewähren. Das kam so: Als bester Meister-Absolvent des Jahrgangs 1999 hatte es Schmäh auf die Titelseite der „Karlsruher Nachrichten“ geschafft, und so war der Glockenbeauftragte des Erzbistums Freiburg auf ihn aufmerksam geworden.

Einstieg ins Familienunternehmen und erste Kirchturmsanierung

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St. Trudpert sollte nur die erste von vielen erfolgreichen Restaurierungen unter Sebastian Schmähs Leitung sein, viele weitere folgten – ebenso wie hochkarätige Auszeichnungen.
So erhielt Holzbau Schmäh für das Stadthaus am Überlinger Münsterplatz 2011 den 1. Bundespreis für das Handwerk in der Denkmalpflege sowie 2012, 2014 und 2018 den Denkmalschutzpreis Baden-Württemberg. 2019 räumte die Firma sowohl den 1. als auch den 2. Bundespreis für das Handwerk in der Denkmalpflege ab: den ersten für ein barockes Wohnhaus in der Meersburger Altstadt, den zweiten für einen ehemaligen Torkel in Salem-Mittelstenweiler. Im gleichen Jahr gab es obendrauf noch den Sanierungspreis Kategorie Dach für den Sipplinger Kirchturm, 2020 folgten dann der Denkmalschutzpreis Baden-Württemberg sowie der Effizienzpreis Bauen und Modernisieren Baden-Württemberg für das Rebmannshaus in Sipplingen. Außerdem wurden Holzbau Schmäh 2017 der Zukunftspreis der Handwerkskammer Ulm verliehen und 2018 dann die Wirtschaftsmedaille Baden-Württemberg. 

Dabei war diese Laufbahn als Firmenchef bis zu Sebastian Schmähs Meisterprüfung keineswegs vorgezeichnet. Nach seinem glänzenden Abschluss bekam er nämlich auch Stellenangebote von der Meisterschule sowie von Industriefirmen, entschied sich dann aber doch für einen Einstieg in den heimischen Betrieb.

Zahlreiche hochkarätige Preise für Restaurierungen

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Dessen Übergabe an ihn erfolgte 2003. „Doch bis dahin war es immer noch unsicher, ob ich den Betrieb auch tatsächlich übernehme“, betont Schmäh. Denn weder sein Großvater noch sein Vater hatten Zeit für ein Familienleben. Seine Mutter, die das Büro der Firma leitete, war deshalb lange dagegen, dass ihr Sohn die Firma fortführt. Anders, als viele Unternehmer, befasste sich das Ehepaar Schmäh senior jedoch schon frühzeitig mit dem Thema Nachfolge und ließen sich frühzeitig auch von außen, einem Experten der Handwerkskammer, beraten. „Meine Eltern haben es geschafft, mit Mitte 50 den Betrieb abzugeben“ und sich komplett zurückzuziehen, sagt Sebastian Schmäh anerkennend.

2003: Firmenchef mit 28 Jahren

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Im Alter von 28 Jahren starte er nun als Chef eines Betriebs mit gerade einmal zwei Mitarbeitern, der das breite Spektrum der Zimmerei- und Holzbaubranche abdeckte. „Ich hatte Interesse, den Standort besser zu nutzen.“ Große Baustellen im Schwarzwald oder die Kirchensanierung in Veringendorf machten ihm bewusst, dass er sich vergrößern musste, um auch die heimische Kundschaft nach wie vor bedienen zu können. „Aber auch die Freude, im Team zu arbeiten und die Bereitschaft zur Ausbildung spielten eine große Rolle.“ Auf eine starke Nachwuchsförderung hatte der Betrieb schon immer Wert gelegt. Doch mit dessen sukzessiver Vergrößerung nahm auch die Zahl der Azubis zu: Zwischen 2003 und 2022 bildete Holzbau Schmäh 41 junge Männer und Frauen aus.

Firma wächst und bildet in 18 Jahren 38 Azubis aus

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Als die Firma zu wachsen begann, entschied Sebastian Schmäh, auch eine Kraft fürs Büro einzustellen, das früher Schmähs Mutter betreut hatte. Auch sein Vater habe abends noch Papierkram erledigt. Doch Sebastian Schmäh erkannte: Wenn ein Unternehmer seine Arbeitskraft für solche Aufgaben einsetzt, „dann bleibt der Betrieb stehen.“ Für dessen erfolgreiche Führung ist, „Handwerk nicht alles“, betont Schmäh: Auch Kommunikation und Marketing haben eine große Bedeutung. „Meine Motivation ist zu zeigen, was man erreichen kann. Der Umgang mit Menschen ist dabei zentral.“ Als er 1999 in den Betrieb einstieg, legten seine Eltern Wert darauf, „dass ich vom ersten Tag an in Kundenkontakt war.“ 

„Der Umgang mit Menschen ist zentral“

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Die Schattenseiten eines Familienbetriebs bekam er ebenfalls von Anfang an „am Küchentisch“ mit. Ein großer Antrieb war für ihn deshalb auch, Familie und Beruf zu vereinbaren, vor allem, nachdem er 2004 seine Frau Irmgard geheiratet hatte und 2010 Tochter Katharina zur Welt gekommen war. Zu Beginn war es laut Schmäh auch Gold wert, dass der Betrieb und die Wohnung an einem Standort vereint waren. „Aber jetzt ist die richtige Phase, um es zu trennen.“

2022: Startschuss für Errichtung des neuen Firmenstandorts

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Holzbau Schmäh verlagert 2023 seinen Betrieb an den Rand des Meersburger Gewerbegebiets. Auf über 3.000 Quadratmetern entstehen in klimaneutraler Holzbauweise eine moderne Fertigungshalle sowie ein mehrgeschossiges Gebäude für Büroflächen sowie zehn Mitarbeiterwohnungen. Letztere fördert das Land Baden-Württemberg im Rahmen eines neuen Wohnungsbauprogramms. In den kommenden 20 Jahren werden dort rund 80 Menschen leben und ausgebildet werden. „Ein ganz spannendes Projekt“, nennt Meersburgs Stadtplaner Helmut Hornstein das Gesamtprojekt, für dessen Planung das Münchner Büro „Klingelhöfer Krötsch Architekten“ verantwortlich zeichnet. Insgesamt kostet der Neubau sechs Millionen Euro, 30 Prozent davon werden über Fördergelder finanziert. Weitere sechs Millionen Euro plant Schmäh für die Neubebauung des alten Standortes mit Gewerbe- und Wohnflächen auszugeben. „Ich bin bereit, in Meersburg zwölf Millionen Euro zu investieren“, unterstreicht Schmäh. Die Entscheidung ist ein klares Bekenntnis zu seiner Heimtatstadt, in der er und seine Familie tiefe Wurzeln haben. In einer anderen Kommune zu bauen, kam für Schmäh nicht in Frage. Auch wenn entsprechende, und auch günstigere, Angebote vorlagen. 

 „Der Neubau ist die Quintessenz dessen, was wir vorhaben“, hebt Sebastian Schmäh hervor. Er soll zeigen, was im Holzbau möglich ist, wenn handwerkliche Qualität, Planung sowie ein gutes Betriebsklima und „Miteinander“ verschmelzen.

Auf über 3000 Quadratmetern wird  klimaneutral mit Holz gebaut

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Das „Miteinander“ ist Sebastian Schmäh auch auf anderen Ebenen wichtig. So engagiert er sich ehrenamtlich nicht nur in seiner Heimatstadt, etwa im hiesigen Gewerbeverein oder bei Fachwerk-Führungen, sondern zum Beispiel auch beim Verband der Restauratoren im Zimmererhandwerk, an dessen Spitze er seit 2016 steht oder im Dachverband der Restauratoren im Handwerk, dessen Vize-Vorsitzender er seit 2019 ist. Außerdem saß Schmäh neun Jahre lang im Meisterprüfungsausschuss, fungiert seit 2020 als Berater „Denkmalschutz“ der Stadt Meersburg und gehört seit 2020 auch der Jury des Denkmalschutzpreises Baden-Württemberg an.


Denn eines wusste Schmäh bereits, als er mit 16 Jahren Korpsführer bei der Knabenmusik Meersburg wurde, „wo alles anfing“: „Ich wollte immer Verantwortung übernehmen.“

Vielfältiges ehrenamtliches Engagement gehört zum „Miteinander“

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Sebastian Schmäh erhält Wirtschaftpreis

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