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Wie ist es so als Wandergeselle?

  • vor 1 Tag
  • 2 Min. Lesezeit

Nach dem Feierabend noch ein paar Wissenslücken zum Thema Wanderschaft im Handwerk füllen?


Das war das Motto unseres Abendvortrags am 12.03.2026 im Aufenthaltsraum des Holzbau Schmäh Campus. Darüber berichteten zwei Gäste mit viel Erfahrung von dem Thema: Sebastian Rüde, mittlerweile Unternehmer, war selbst auf Wanderschaft und ist nun „einheimischer Geselle“, also ein ehemaliger Wandergeselle, der inzwischen seine Wanderschaft beendet hat. Zusammen mit dem noch aktiv reisenden Zimmerer André berichtete Rüde den interessierten Zuhörern von den Rechten und Pflichten eines Zimmerergesellen, der bei den rechtschaffenen Fremden auf Wanderschaft losziehen möchte. Die rechtschaffenen Fremden sind eine von mehreren Organisationen, mit denen man auf Wanderschaft gehen kann.


Drei Jahre und ein Tag – das ist die Zeit, die man mindestens unterwegs sein sollte. Dabei geht es darum, so frei und selbstbestimmt wie möglich zu sein.

Zustande kam der Kontakt über unseren Auszubildenden Janis Widmer, dessen Bruder gerade bei den rechtschaffenen Fremden auf Wanderschaft ist.
Zustande kam der Kontakt über unseren Auszubildenden Janis Widmer, dessen Bruder gerade bei den rechtschaffenen Fremden auf Wanderschaft ist.

Daher haben Wandergesellen auch keine internet- oder telefonierfähigen Geräte dabei; was allerdings nicht heißt, dass man keinen Kontakt zu Familie und Freunden haben darf. Ganz im Gegenteil: Familie und Freunde stellen während der Zeit in der Fremde einen wichtigen Anker dar. Es geht darum, dass der Wandergeselle oder die Wandergesellin wirklich maximal frei ist. Dazu gehört eben auch, dass man selbst entscheiden kann, wann man sich bei Angehörigen und Bekannten meldet. Auch gehört ein Bannkreis dazu. Der Geselle darf während seiner Wanderschaft nicht näher als 50km an den Ort kommen, von dem er losgezogen ist; auch zur Wahrung seiner Freiheit (Ausnahmen sind selbstverständlich Trauerfälle).


Auch wurde über gängige Irrtümer aufgeklärt, die über die Wanderschaft im Umlauf sind: So gehen z.B. nicht nur Zimmerer auf Wanderschaft, sondern es können alle Handwerks-Gewerke in die Ferne ziehen. Auch stimmt es nicht, dass Wandergesellen:innnen nur für Kost und Logie arbeiten – sie sind ganz regulär angestellt und bekommen regulären Lohn. Dass kein Geld für Reisen ausgegeben werden darf, ist ebenfalls nicht korrekt, mehr bietet sich oft das Trampen an, da man so gut mit Menschen in Kontakt kommen kann.

Am Ende gab es für die gut 40 Zuhörer genug Zeit für Fragen aller Art.




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