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„Ich wollte nie nur meinen Job machen“

Sebastian Schmäh engagiert sich vielfältig ehrenamtlich: für sein Handwerk, seine Stadt, die Jugend und die Natur




Sebastian Schmäh leitet Holzbau Schmäh in sechster Generation – das hört sich nach einem Selbstläufer an, so als sei es gar keine Frage, dass ein Sohn ein traditionsreiches Familienunternehmen weiterführt. Tatsächlich aber hat sich Sebastian Schmäh ganz bewusst zu diesem Schritt entschieden und damit auch fürs Zimmererhandwerk und seine Heimat Meersburg. Denn Schmäh lebt nicht nur von seinem Beruf, sondern auch für seinen Beruf, dessen Zukunft und die Zukunft seiner Stadt und ihrer Umwelt. Deshalb engagiert er sich in diesen Bereichen vielfach ehrenamtlich. Das reicht vom Aufstellen von Vogelfutterhäuschen im Kindergarten über Fachwerkführungen und die Unterstützung des örtlichen Gewerbevereins bis hin zur Mitarbeit in Prüfungsausschüssen, zur Jurorentätigkeit beim Denkmalschutzpreis Baden-Württemberg und zum Bundesvorsitzenden des Verbandes der Restauratoren im Zimmererhandwerk.


„Impulse im Handwerk bündeln“


Handwerk, Heimat, Nachwuchsförderung und Nachhaltigkeit sind die Themen, die Sebastian Schmäh besonders am Herzen liegen. Was den Zimmererberuf angeht, ist es Schmäh ganz wichtig, „dessen Leistungsfähigkeit nach außen sichtbar zu machen.“ Der einzelne Meister könne das neben seinem herausfordernden Arbeitsalltag nicht leisten. Deshalb schloss man sich zu Verbänden zusammen, wie auch dem Dachverband der Restauratoren im Handwerk, dessen Vize-Vorsitzender Schmäh ebenfalls ist. Ihre Aufgabe sei es, „eine Sprachrohr dafür zu sein, was die Kollegen leisten, Impulse zu bündeln und eine gemeinsame Stimme zu bilden.“ Schmäh liebt an diesem berufsständischem Engagement besonders, dass er dabei „Handwerkstradition mit moderner Kommunikation verbinden“ kann. Beim Denkmalpreis Baden-Württemberg sitzt er als einziger Vertreter aus dem produzierenden Handwerk in der Jury. Der Austausch zwischen Handwerkern und Akademikern beflügle ihn und sei für alle wertvoll.


Engagement für den Denkmalschutz


Außerdem hält Schmäh regelmäßige Gastvorlesungen über Sanierung und Denkmalschutz vor angehenden Architekten und Bauingenieuren, so etwa an der HTWG Konstanz. Meersburg, dessen Altstadt 1954 als erstes Gesamtensemble in Baden-Württemberg unter Denkmalschutz gestellt wurde, berät und begleitet Schmäh ehrenamtlich in Sachen Denkmalsanierung. So war Schmäh auch eine treibende Kraft, dass 2021 die landesweite Eröffnung des „Tages des offenen Denkmals“ in Meersburg stattfand. Claus Wolf, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege, hob in seiner Ansprache hervor, Schmäh sei „einer der Motoren, die mich überzeugten“, die Veranstaltung in Meersburg abzuhalten.

Schmäh möchte sein traditionsreiches Handwerk und seine Leidenschaft für Baudenkmale allen Bevölkerungsschichten nahe bringen, so bei seinen Fachwerkführungen durch Meersburg. Sechs bis achtmal im Jahr bietet er Rundgänge an, genau zugeschnitten auf die jeweilige Zielgruppe. Schmäh hat Touren für Experten, für erwachsene Laien und für Kinder im Portfolio.


Nachwuchsförderung aus Überzeugung


Den Nachwuchs hat Schmäh sowieso stets besonders im Auge. Das zeigt schon die Ausbildungsquote von rund 33 Prozent in seinem Betrieb. Doch Azubis fallen nicht vom Himmel. Und wer in ihnen nur Mittel zum Zweck der eigenen Betriebssicherung sehe und junge Menschen nicht fordere und fördere, der komme nicht weit, sagt Schmäh. Schon gar nicht bei der heutigen Generation Z, die unter anderem nicht nur eine Arbeit wollen, die Spaß mache und sinnstiftend sei, sondern auch Respekt, Wertschätzung und Mitspracherechte einfordere.


Schmäh, der selbst eine Tochter im Teenager-Alter hat, findet, dass man um junge Leute nicht erst werben darf, wenn man sie dringend braucht. Deshalb beteiligt sich Holzbau Schmäh gerne und mit viel Aufwand an zahlreichen Berufsorientierungsaktionen wie „Wissen was geht!“, Boys‘ und Girls‘ Days, Azubi-Börsen, dem TuM-Tag des Meersburger Droste-Hülshoff-Gymnasiums sowie am Mentorenprogramm an der Sommertalschule Meersburg. Zimmerer-Azubis gehen als Ausbildungsbotschafter an Schulen. Holzbau Schmäh stellte auch, als einer der ersten Betriebe in Baden-Württemberg, jährlich zwei Plätze für das neue Freiwillige Soziale Jahr im Denkmalschutz zur Verfügung. Außerdem nimmt die Firma regelmäßig Wandergesellen auf. „Ich habe Freude daran, Menschen weiterzubringen, sie anzuregen, auch etwas für die Gesellschaft zu tun. Ich will Menschen zusammenbringen und begeistern“, betont Sebastian Schmäh.


Begeisterung für Natur und Kulturgut


Schmäh weiß, wovon er redet. Er selbst kann sich für vieles begeistern, vor allem für Natur und Nachhaltigkeit. „Ökologische Themen haben mich schon immer gereizt, ich bin sehr naturverbunden.“ So baut Holzbau Schmäh regelmäßig mit Schulen und Kindergärten Futterstellen für Vögel oder, in Kooperation mit der Stadt Meersburg, eine Vogelschutzbrutstation. Im Zuge der Dachsanierung von Kirchen, etwa in Meersburg oder Sipplingen, werden Nistkästen für Eulen und Greifvögel angebracht sowie Landeplattformen oder spezielle Einflugziegel für Fledermäuse. „Wir haben auch schon eigenhändig Hornissennester umgesiedelt“, berichtet Sebastian Schmäh schmunzelnd.


Aber auch Kulturgüter zu erhalten, ist ihm ein Bedürfnis. So erneuerte seine Firma, um nur einige Beispiele zu nennen, gratis das Wetterkreuz auf dem Meersburger Höhenweg oder das Dach am Rebtürmle mitten in einem Meersburger Weinberg. Das Rebtürmle bekam im Außenbereich auch noch eine neue Eichensitzbank spendiert, zum Ausruhen für alle müden Spaziergänger. „Ich wollte nicht, dass dort ein Plastikbänkle die Landschaft verschandelt“, unterstreicht Schmäh. Manchmal lassen sich auch mehrere von Schmähs Leidenschaften verknüpfen, etwa als seine Firma und ihr Wissen beim Grünen Klassenzimmer auf der Landesgartenschau 2021 in Überlingen gefragt war. Für Letztere errichtete Holzbau Schmäh, in Kooperation mit Architekturstudenten der HTWG Konstanz und anderen Handwerker, des Weiteren eine Open-Air-Bibliothek, deren Erstellungskosten in Höhe von 35.000 Euro Holzbau Schmäh zur Hälfte förderte.


Aktive Mitarbeit an der Stadtentwicklung


Und Sebastian Schmäh setzt sich auch für sinnvolle Anliegen ein, wenn sie nicht unmittelbar etwas mit ihm oder seinem Metier zu tun haben. So sitzt er in seiner Heimatstadt als Vertreter des Gewerbevereins „Aktiv für Meersburg“ am Runden Tisch „Stadtmarketing“ sowie auch im Arbeitskreis „Tourismusleitbild“. Schmäh: „Das müsste ich nicht als Handwerker. Aber ich will mich als Bürger beteiligen an einer gesunden Weiterentwicklung der Stadt.“ Schmäh hebt hervor: „Ich wollte nie nur meinen Job machen.“



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